Nobody cares: Bipasha Basu calls out cruel 'bounce back' culture after childbirth
Wenn nach der Geburt sofort die Angst auftaucht, dein Körper müsse möglichst schnell wieder aussehen wie vorher, lohnt ein Blick auf eine Meldung von India Today: Bipasha Basu hat die harte…

Wenn nach der Geburt sofort die Angst auftaucht, dein Körper müsse möglichst schnell wieder aussehen wie vorher, lohnt ein Blick auf eine Meldung von India Today: Bipasha Basu hat die harte „Bounce-back“-Kultur rund um den Körper von Frauen nach der Geburt kritisiert. Für uns ist das mehr als eine Prominentenmeldung, denn es berührt eine Frage, die viele Frauen in der Geburtsvorbereitung beschäftigt: Wem gehört die Verantwortung dafür, wie schnell wir uns wieder „zurückverwandeln“ sollen?
Die Antwort darf entlastend sein: nicht den Erwartungen von außen. Deine Geburt, dein Wochenbett und dein Weg als Mutter müssen kein öffentliches Projekt werden.
Der Druck beginnt oft im Kopf
In unseren Kursen begegnet uns immer wieder ein ähnlicher mentaler Stolperstein: Noch bevor das Baby geboren ist, entsteht im Hintergrund bereits eine zweite Aufgabe – der Körper soll danach möglichst rasch wieder funktionieren, aussehen und leisten wie zuvor. Bilder aus sozialen Medien und Kommentare aus dem Umfeld können diesen Eindruck verstärken, auch wenn sie mit deinem tatsächlichen Alltag nichts zu tun haben.
Die Meldung von India Today macht sichtbar, wie scharf diese Erwartungen ausfallen können. Bipasha Basu richtet sich demnach gegen die Vorstellung, Frauen müssten nach der Geburt unmittelbar zu ihrer früheren Körperform zurückkehren. Der Bericht beschreibt diese Kultur als besonders unerbittlich und stellt damit eine Perspektive in den Mittelpunkt, die in vielen Gesprächen über Mutterschaft zu kurz kommt: Eine Frau ist nach der Geburt nicht nur mit ihrem Körper beschäftigt, sondern auch mit einem völlig neuen Alltag.
Wir können deshalb eine einfache Leitfrage nutzen: Hilft mir dieser Gedanke gerade, Vertrauen und Ruhe aufzubauen – oder setzt er mich unter Druck? Wenn eine Aussage dich kleiner, hektischer oder beschämter zurücklässt, ist sie keine hilfreiche Ressource für deinen Weg.
Eine kleine Übung gegen die „Sofort-wieder“-Erwartung
Nimm dir drei Minuten, ein Blatt Papier und einen Stift. Teile die Seite in zwei Spalten:
- Das kommt von mir: Wie möchte ich mich nach der Geburt fühlen? Welche Unterstützung wünsche ich mir? Was soll in meinem Alltag Raum bekommen?
- Das kommt von außen: Welche Kommentare, Bilder oder Erwartungen machen mir das Gefühl, schnell wieder anders aussehen zu müssen?
Lies anschließend nur die erste Spalte noch einmal. Wähle daraus einen Satz, der dich stärkt, zum Beispiel: Ich darf meinen eigenen Rhythmus finden. Schreibe ihn auf eine Karte oder speichere ihn im Handy. Diese Übung kostet nichts und kann vor der Geburt, im Wochenbett und später jederzeit wiederholt werden.
Auch für Gespräche mit Partnerinnen, Partnern und Angehörigen ist sie hilfreich. Du kannst konkret sagen, welche Bemerkungen du nicht hören möchtest und welche Unterstützung dir stattdessen guttut. Nicht jede Frage braucht eine lange Erklärung. Ein ruhiger Satz wie „Ich möchte meinen Körper nicht zum Gesprächsthema machen“ darf genügen.
Was wir aus der Meldung mitnehmen
Die Nachricht liefert keinen Maßstab dafür, wie ein Körper nach der Geburt auszusehen oder sich anzufühlen hat. Sie ist vielmehr ein Anlass, den Maßstab selbst zu prüfen. Besonders wichtig ist, dass wir „zurück“ nicht automatisch als besser verstehen: Du gehst nicht zurück in dein früheres Leben, sondern findest dich in einer neuen Lebensphase zurecht.
Für deine Geburtsvorbereitung bedeutet das: Sammle nicht nur praktische Dinge für die Ankunft deines Babys, sondern auch mentale Ressourcen für deine eigene Entlastung. Überlege, welche Stimmen du in den ersten Wochen nah bei dir haben möchtest, welche Inhalte du online sehen willst und wann du bewusst Abstand von Körpervergleichen nimmst. Loslassen heißt dabei nicht, dass dir alles egal sein muss. Es bedeutet, dass du nicht jede fremde Erwartung zu deiner eigenen machst.
Wir dürfen unseren Körpern nach der Geburt Zeit, Respekt und Ruhe zugestehen. Dein Weg muss niemandem etwas beweisen. Ich darf in meinem eigenen Rhythmus ankommen, und mein Körper verdient Vertrauen statt Bewertung.