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Geburtsplanung: Wie Hypnose und Entspannungstechniken den Kreißsaal verändern

Nachdem wir in den letzten Wochen immer wieder von werdenden Müttern gehört haben, die sich unsicher fühlen, weil sie gar nicht wissen, wie sie ihre Wünsche im Kreißsaal klar formulieren sollen, kommt aus den USA eine Nachricht, die Mut macht.

aktualisiert 18. September 2026

Geburtsplanung: Wie Hypnose und Entspannungstechniken den Kreißsaal verändern

Das Gesundheitssystem Intermountain Health hat in seinem Patienten-Geburtsplan Hypnose für die Geburt ausdrücklich als Komfortmaßnahme aufgeführt – neben Atemtechniken, Wanne, Musik und Aromatherapie. Damit steht Selbsthypnose nicht mehr nur als Geheimtipp in der Geburtsvorbereitung, sondern offiziell auf einer Liste anerkannter Wege, die Geburt bewusst und entspannt zu erleben.

Was genau steht in dem Geburtsplan?

Wie aus der Mitteilung von Intermountain Health hervorgeht, können Schwangere dort ihren persönlichen Birth Plan ausfüllen und unter anderem festhalten, ob sie eine Geburt ohne oder mit wenig Interventionen wünschen, welche Schmerzlinderung sie bevorzugen und welche Maßnahmen ihnen helfen, sich wohlzufühlen. Unter den Comfort- und Entspannungsmaßnahmen werden Atemtechniken, Wanne, Dusche, Massage, Kühlpacks, Musik, Aromatherapie und ausdrücklich auch Hypnose-Techniken für die Geburt genannt. Daneben bleiben Lachgas und PDA als Optionen bestehen, ebenso wie Wassergeburten für Frauen mit risikoarmem Verlauf, die in mehreren Häusern angeboten werden.

Angela Anderson, leitende zertifizierte Hebamme bei Intermountain, beschreibt den Ansatz als team-basiert und weist darauf hin, dass Frauen, die sich eine Geburt ohne oder mit wenig Interventionen wünschen, mit dem Hebammenmodell gut begleitet seien – selbstverständlich immer in enger Zusammenarbeit mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, falls ein Kaiserschnitt nötig wird.

Was können wir daraus für deine Vorbereitung mitnehmen?

Auch wenn diese Meldung aus Salt Lake City kommt und sich auf das dortige System bezieht, liegt ihr Kern genau dort, wo auch wir in der Geburtsvorbereitung arbeiten: Es lohnt sich, frühzeitig die eigenen Vorlieben aufzuschreiben und mit dem Geburtsteam zu teilen. Anderson betont, wie hilfreich es ist, nicht nur den Wunschverlauf, sondern auch den Fall einer unerwarteten Komplikation zu durchdenken – und für außerklinische Geburten einen klaren Plan für eine zügige Verlegung in die Klinik zu haben.

Für dich heißt das: Notier dir ganz konkret, was dir wirklich hilft, in deine Ruhe zu kommen. Ist es die Wanne? Eine bestimmte Musik? Eine geführte Atemreise oder eine kurze Selbsthypnose, die du dir vorher eingeprägt hast? Je klarer du das festhältst, desto leichter fällt es dir mitten in den Wellen, dich an diese Ressource zu erinnern und wirklich loszulassen.

Ergänzend berichtet Intermountain aus seinem Birth Center of Denver, wie das Gruppenprogramm CenteringPregnancy werdende Eltern über zehn Treffen hinweg zusammenführt – ein wunderbares Beispiel dafür, wie geteilte Erfahrung und bewusste Vorbereitung Hand in Hand gehen können.

Dein nächster kleiner Schritt

Nimm dir heute zehn Minuten, einen Zettel und drei Fragen: Was brauche ich, um mich sicher zu fühlen? Was hilft mir, in einen ruhigen Atem zu finden? Wen möchte ich an meiner Seite wissen? Du darfst deinem Geburtsteam vertrauen – und du darfst dir selbst vertrauen, weil dein Körper genau weiß, was er tut.